Private Krankenversicherung
Eine private Krankenversicherung ist eine Absicherung gegen Krankheitskosten bei einem Versicherungsunternehmen privatrechtlicher Form. Neben Krankheiten, kann die Versicherung auch bei Verletzungen (nach z.B. einem Unfall) oder Mutterschaft zum tragen kommen. Ebenfalls können zum Teil oder komplett Krankheitsvorbeugende Maßnahmen finanziell unterstützt werden. Die Leistungen, die Ärzte und Krankenhäuser für privat versicherte Patienten bieten gehen oft über die Mindeststandards hinaus, die der Jenige geboten bekommt, der eine gesetzliche Krankenversicherung hat.Die Beiträge der privaten Krankenversicherung richten sich hauptsächlich nach Lebensalter und Krankheitsgeschichte sowie auch Geschlecht. Da Frauen wesentlich älter werden als Männer, suchen sie statistisch wesentlich häufiger den Arzt auf und sind für das Versicherungsunternehmen teurer. Daher müssen Frauen mit etwas höheren Beiträgen rechnen als Männer.
Grundsätzlich wird jedes Mitglied separat versichert; was bei einer Familie bedeutet, dass für Kinder und Partner jeweils ein separater Vertrag abgeschlossen werden muss. Dabei steht dem Versicherungsanbieter stets frei ein einzelnes Mitglied abzulehnen, mit der Ausnahme, dass es sich um einen neugeborenen Säugling handelt
Wer privat versichert ist, kann mit vielen Vorteilen rechnen, auf die er bei einer gesetzlich vorgeschriebenen Versicherung verzichten müsste. Dazu zählen unter anderem kürzere Aufenthalte im Wartezimmer, Zweibett- oder sogar Einbett-Zimmer in Krankenhäusern und evtl. sogar schnelleres Erhalten von notwendigen Behandlungen. Auch wenn diese Bevorzugung gesellschaftlich gesehen als ungerecht empfunden werden kann, so ist sie allerdings inzwischen in vielen Praxen und Krankenhäusern die Realität. Ein privat Versicherter Patient kann die Klinik in der er behandelt werden muss frei wählen. Zusätzlich zeigen sich private Versicherer in Allgemeinen großzügiger im Erstatten von Unkosten bei kieferorthopädischen Behandlungen, Zahnersatz, Sehhilfen, alternativen Behandlungsmethoden (wie z.B. homöopathische Medikamente, etc), Massagen und Physiotherapien sowie Psychotherapien.
Dazu kommt, dass private Anbieter oft viel individueller auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen um die beste Lösung für diese zu finden. Flexible Verträge oder Modultarife erlauben spezielle zusätzliche Leistungen in allen Bereichen. Für bestimmte Leistungen können im Voraus auch Obergrenzen vereinbart werden. Z.B. 400 Euro für Brillen oder 300 Euro für Gehhilfen, usw.
Insgesamt ist der Jenige, der sich privat Versichert oder zur gesetzlichen Krankenversicherung einen privaten Zusatzvertrag abschließt auf der besseren Seite. Gerade im Hinblick auf die Bevölkerungsstruktur und die wohl oder über bevorstehenden staatlichen Einsparungsmaßnahmen beim Gesundheitssystem ist eine Weitere Verschlechterung der gesundheitlichen Lage in Deutschland absehbar. Für Sie selbst ist der einzige Weg dagegen zu steuern, den Absicherungsschutz zu erhöhen, um mehr zu erhalten als den in Zukunft viel zu niedrigen Mindeststandart.